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greta
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Betreff des Beitrags: Vorstellung Verfasst: Mittwoch 19. Oktober 2011, 11:01 |
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Registriert: Donnerstag 6. Oktober 2011, 11:21 Beiträge: 23
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Hallo, ich bin Greta, Alkoholikerin und seit vier Wochen zufrieden abstinente Baclofen-Benutzerin. Möchte gerne in Erfahrunsaustausch treten mit Leuten, denen gleiches "widerfahren"ist, da ich mein Glück, dieses Medikament gefunden zu haben immer noch nicht so recht fassen kann.
Greta
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benaulim
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Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung Verfasst: Mittwoch 19. Oktober 2011, 12:13 |
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Hallo Greta,
willkommen hier im Forum. Bei mir war es sehr ähnlich, ich habe auch erst schon einige Wochen Baclofen eingenommen und mich dann hier vorgestellt als einer der bereits Baclofen einnimmt. Auch nach über 3 Monaten Abstinenz kann ich es eigentlich immer noch nicht glauben, daß ich heute in einem so stabilen abstinenten Zustand bin. Glaube mir es lohnt sich ! Das Medikament hilft, was Du daraus machst liegt ganz an Dir. Dieses Forum ist überaus hilfreich mit den vielen Schilderungen, Berichten, Tagebüchern und Tipps von "Leidensgenossen/innen. Mir hat es sehr geholfen meinen Alkohol- Werdegang hier zum ersten Mal nahezu chronologisch aufzuschreiben und zu veröffentlichen, es hat fast befreiend gewirkt. Bei persönlichen Tiefs, habe ich mir es dann nochmals durchgelesen und bin sofort zu der Erkenntnis gelangt, daß ich da nie wieder hin will.
Viel Erfolg auf Deinem Weg, benaulim
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moonriver
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Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung Verfasst: Mittwoch 19. Oktober 2011, 22:55 |
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Moderator |
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Registriert: Sonntag 13. Februar 2011, 17:49 Beiträge: 2608 Wohnort: Schweiz
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@Greta
Herzlich willkommen in diesem Forum. Du hast einen entscheidenden Schritt in Deinem Leben gemacht! Die Enscheidung mit Baclofen den Wunsch "weg vom Alkohol" zu verwirklichen ist nach meiner Erfahrung die erste wirksame Behandlung auf diesem Gebiet. Ich selber verdanke es der Existenz dieses Forums überhaupt darauf gestossen zu sein! Und nicht zuletzt dem Erfahrungsbericht in Buchform des Olivier Ameisen. Verfolge den angefangenen Weg weiter. Baclofen kann noch mehr als den Suchtdruck nehmen! Der Tag mit dem Beginn dieser Therapie wurde bereits jetzt zu einem absoluten Meilenstein meines Lebens. Meine persönliche Entscheidung auf diesem Weg lautet gänzlichen Verzicht auf Alkohol (das Wort "Verzicht" erscheint mir hier garnicht mehr angebracht). Überhaupt bekomme ich zusehend Probleme mit dem Image vom wohl trockenen, aber bis an sein Lebensende abhängig bleibenden Alkoholiker... Aus heutiger Sicht werde ich bei diesbezüglichen (auch gutgemeinten) Bemerkungen stets etwas staubig. Ich empfinde immer mehr, wie ein Image aus bisher sogar begründbaren Vorurteilen an mir hängt. Vor allem auch, da ich mich vor längerer Zeit bereits "geoutet" habe. Mit Baclofen erhoffe ich mir in fernerer Zukunft (im Bereiche von ein paar Jahren) sogar eine Heilung im Sinne, dass auch nach vollständigem Ausschleichen des Medikamentes der damit erreichte Zustand erhalten bleibt. Stets habe ich diesen Silberstreifen vor mir! Wichtig scheint mir, über die Dosierung und möglichen Nebenwirkungen Bescheid zu wissen. Sicher hast Du bereits im Forum den "Königsweg" gefunden. Trotzdem sind die Reaktionen auf dieses Medikament sehr individuell gefärbt. Aber es lohnt sich durchzuhalten. Hilfestellung wirst Du hier immer finden. Eigentlich fühle ich mich hier auch noch unter den "Neuen" und sammle Erfahrungen, aber dennoch ist mir einiges klar geworden. Bac ist ein Medikament mit einem enormen Potential. Wenn im Innersten der wirkliche Wunsch vorhanden ist, aus der falschen Umgarnung des Alkohols auszusteigen, dann führt es einem in das neue Land. Heraus aus den Illusionen und Täuschungen. Es gibt auch die Kraft, vermehrt zu seiner Meinung zu stehen und deckt manches auf. Kurz, es kann das Leben verändern. Neue Aspekte beginnen Form anzunehmen. Auf diesem Weg wünsche ich Dir nun von Herzen viel Erfolg und lass dich von etwelchen Hindernissen nicht verunsichern.
PS: Auch nach 6 Monaten kann ich die Wirkung und Tragweite noch kaum richtig fassen...
Liebe Grüsse Moonriver
_________________ „Geh nicht nur glatte Straßen, geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt, und nicht nur Staub!“ (Antoine de Saint-Exupéry)
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greta
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Betreff des Beitrags: noch Vorstellung Verfasst: Donnerstag 20. Oktober 2011, 16:25 |
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Registriert: Donnerstag 6. Oktober 2011, 11:21 Beiträge: 23
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Hallo, nun da es mit dem Einstieg ins Forum geklappt hat (ich bin computertechnisch noch nicht so ganz auf der Höhe) werde ich mich ein wenig näher vorstellen. Ich bin 57 Jahre alt, Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und Oma einer süßen Enkeltochter. Ich bin verwitwet und lebe allein mit meinen beiden Kätzchen. Meine "Alkoholkarriere" begann 1980-also vor nunmehr 31 Jahren- und verlief eigentlich so typisch wie bei vielen anderen Suchtkranken auch. Es gab zahllose Abstürze, Entgiftungen und drei Langzeittherapien. Meine längste Abstinenz dauerte immerhin über vier Jahre, aber es war keine zufiedene Abstinenz, es war ein ständiger Kampf, den ich letztendlich wieder verloren habe. Nun gut, im September erfuhr ich durch einen Freund aus der SHG von Baclofen, er nimmt es mit großem Erfolg seit einem Jahr. An einem meiner absoluten Tiefpunkte hat er mich dann "gezwungen" einen Termin bei seinem Psychiater zu machen, den ich auch direkt am nächsten Tag bekam. Der Arzt hörte sich meine Geschichte in sehr geraffter Form an und gab mir direkt an Ort und Stelle die erste halbe Tablette. Am nächsten Tag mußte ich wieder erscheinen und er gab mir drei Tabletten mit und erhöhte die Dosis von Tag zu Tag um jeweils eine halbe Bac. Schon nach vier Tagen hatte ich so gut wie keine Entzugserscheinungen mehr und nachdem ich auf meiner jetzigen Dosierung (62,5 mg) angekommen war ging es mir richtig gut. Es ist für mich nicht nachvollziehbar was mit mir passiert ist aber es ist großartig. Ich verspürte seitdem nicht einmal "Craving", es ist mir völlig egal, ob das Schnapsregal auf meinem Weg durch den Supermarkt liegt, also kurz gesagt ein völlig vergessenes Lebensgefühl hat sich wieder eingestellt. Auch Ängste und schlimme Depressionen sind seitdem nicht mehr aufgetreten, es ist als hätte jemand das Licht in meinem Kopf wieder angknipst und das ist einfach toll. Das soll´s erstmal für heute sein Liebe Grüße an Euch Greta
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milli
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Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung Verfasst: Donnerstag 20. Oktober 2011, 19:38 |
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Registriert: Mittwoch 5. Oktober 2011, 18:28 Beiträge: 97
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Hi Greta
das ist ja grossartig!
Wünsche dir weiter so gutes Gelingen mit Baclofen.
milli
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Federico
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Betreff des Beitrags: Re: Vorstellung Verfasst: Freitag 21. Oktober 2011, 00:19 |
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Gründer † |
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Registriert: Freitag 27. November 2009, 17:11 Beiträge: 8253 Wohnort: München
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@Greta,
zu Deinem Freund und Deinem Psychiater kann man nur gratulieren. Sei so gut und frag mal nach ob Du den Kontakt weitergeben darfst.
LG Federico
_________________ „Es gibt keine Alternative zum Optimismus, Pessimismus ist Lebensfeigheit.“ Richard David Precht
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