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lisa64
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Dienstag 14. April 2015, 11:07 |
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Registriert: Dienstag 19. November 2013, 14:31 Beiträge: 854 Wohnort: Schweiz
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Liebe Mary Es leuchtet mir unmittelbar ein, dass du unter dem hohen Leidensdruck und der Ungewissheit Entlastung suchst. Das ausschliesslich aus einer "Suchtpersönlichkeit" heraus zu erklären, wird dir nicht gerecht; fall bitte nicht darauf herein. Eine schwierige Situation, die jeden herausfordern würde - bis zur Belastungsgrenze: und Mensch greift intuitiv auf das bewährteste Mittel zurück, das er kennt. Manche funktionieren, andere nicht. Nicht nur Alkoholiker fallen mit der ersten verzweifelten Wahl auf die Nase. Das hat mehr mit dem Druck der schwierigen Situation als mit Persönlichkeitseigenschaften zu tun. "Erklärungen existieren; sie haben für alle Zeiten existiert; es gibt für jedes menschliche Problem immer eine wohl bekannte Lösung — sauber, einleuchtend, und falsch." Henry Louis Mencken Mir fallen - zusätzlich zu Baclofen - zwei Dinge ein, die in der Enge der Situation das Potential zur Öffnung haben könnten. Ob davon was auf dich und deine Situation passt? Selbstmitgefühl: gerade auch bei Schmerzproblematik Selbstbeobachtung des Konsums ohne Trinkziel. Das von einem Schweizer Suchttherapeuten entwickelte Programm "Definiertes Trinken" wird von Alkoholpräventionsstellen empfohlen. Prävention hier im Alkoholikerforum? Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen scheint? Man kann das durchaus so sehen, dass unter deiner Medikation Alkoholprävention angebracht ist. Null Promille ist erstrebenswert, jedes Weniger ist ein Mehr. Irgendwie musst du ja dahin kommen. Schrittweise beobachtend, ohne zu verurteilen, mit Blick auf deine Gesundheit. Sei gut zu dir! lg Lisa
_________________ Der Andersdenkende ist kein Idiot, er hat sich eben eine andere Wirklichkeit konstruiert. Paul Watzlawick
Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird. Heinz von Foerster
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MaryM.
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Betreff des Beitrags: Re: Trinken mit angezogener Handbremse Verfasst: Mittwoch 15. April 2015, 19:56 |
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Registriert: Mittwoch 4. Februar 2015, 13:56 Beiträge: 26
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Hallo, und als erstes liebe Lisa, DANKE für Deinen wirklich aufbauenden Beitrag gestern. Er hat meinen Tag schöner gemacht und motiviert mich ! Ich bin jetzt wieder bei 40 mg Bac und 1 Flasche Wein (was mir ja, wie berichtet zwischenzeitlich wieder entglitten war). Ich fange wieder später an und 1 Flasche verteilt auf ca. 6 Stunden führt zumindest nicht zum Absturz. Ich achte wieder mehr auf gesundes Essen und trinke täglich Kräutertee und viel Wasser, mein Gefühl ist das es, auch wenn es natürlich immer noch zuviel ist, wieder in die richtige Richtung geht. Vorhin hatte ich ein Erlebnis, das mich wirklich sehr gefreut hat. Es war 17:20 Uhr (meine normale Startzeit lag immer so bei 17 Uhr, Feierabend eben) und ich habe zu meinem Sohn gesagt : ich nehme jetzt meinen Kaffee und geh auf den Balkon die Blumen einpflanzen. Und ich bin mit dem Kaffee raus und es ist mir erst hinterher aufgefallen, das ja schon längst "Zeit für Wein" wäre Dann bin ich auch tatsächlich noch fast 2 Stunden bei Kaffee und Wasser geblieben und hab mich gefreut weil es so "aus Versehen" war. LG Mary
_________________ und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...........
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MaryM.
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Donnerstag 16. April 2015, 17:18 |
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Registriert: Mittwoch 4. Februar 2015, 13:56 Beiträge: 26
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Hallo, da ich nicht weiß in welchem Unterforum ich die Frage plazieren soll, hänge ich sie hier noch mal an, obwohl es in "Vorstellung Neumitglieder" wahrscheinlich schon lange nicht mehr richtig ist, aber ich habe mit Foren überhaupt keine Erfahrung, also seht es mir bitte nach. Ich habe ja gestern geschrieben, das ich glaube ich auf (wieder) auf einem guten Weg bin. Jetzt habe ich eben grade den Anruf erhalten das unter dem Methotrexat meine Leberwerte angestiegen sind. GOT liegt bei 85, GPT bei 50 und GTT ist mit 28 normal. Liegen die Anstiege den am Alk (das der nicht gut für die Leber ist weiß ich natürlich), aber ich dachte immer ausschlaggebend währe der GGT. Ich will keinen "Freibrief" weiter Wein zu trinken, nur wenn ich in Panik bin, fällt es mir um so schwerer das zu lassen. Mit Verstand und Wissen läuft dann bei mir nicht mehr viel. Und das Gefühl "selbst schuld" raubt mir jede Energie. Die Werte werden wöchentlich kontrolliert und die Methex Gabe jetzt halbiert. Gestern war ich noch so gut drauf und dachte alles wird gut und jetzt habe ich wieder nur Angst. Sorry, sehr emotional aber diese Krankheit/en schaffen mich langsam. LG Mary
_________________ und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben...........
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praxx
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Donnerstag 16. April 2015, 22:33 |
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Registriert: Montag 22. März 2010, 14:32 Beiträge: 485 Wohnort: Oberhausen
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Hallo Mary, die y-GT ist normalerweise nur der empfindlichste Parameter bei den sogenannten "Leberwerten". GOT und GPT sind wesentlich wichtiger. Die yGT zeigt nur eine Belastung der Leber an, während GPT und GOT klare Schädigungszeichen sind. Besonders die GOT steigt dann an, wenn (Leber-)Zellen zugrunde gehen. Ein Verhältnis von GOT:GPT > 1 ist recht spezifisch für eine alkoholbedingte LeberSCHÄDIGUNG, die "normale" GGT sagt da gar nichts aus. Leider keine Entwarnung für deine Leber - eher im Gegenteil!
LG
Praxx
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MaryM.
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Freitag 17. April 2015, 12:48 |
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Registriert: Mittwoch 4. Februar 2015, 13:56 Beiträge: 26
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Hallo, danke für die schnelle Antwort, auch wenn sie mich natürlich sehr frustriert . Muß es am Alk liegen oder kann auch nur das Methotrexat die Ursache sein (hatte bisher ohne Medis immer gute Werte) . Und die Werte können doch bei Verzicht auf beides wieder normal werden und die Leber sich regenerieren, oder ? LG Mary
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praxx
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Freitag 17. April 2015, 19:08 |
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Registriert: Montag 22. März 2010, 14:32 Beiträge: 485 Wohnort: Oberhausen
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Die Leber hält viel aus und erholt sich von allerhand Strapazen recht gut. Das MTX wirst du aus irgendeinem Grund ja brauchen, während Alkohol aus medizinischer Sicht völlig überflüssig und zudem extrem schädlich ist. Also eigentlich ganz klare Sache, was du weglassen solltest - und mit BAC schaffst du das auch. BAC rauf, Wein runter - das klappt schon, Baclofen unterdrückt auch evt Entzugserscheinungen recht zuverlässig und genau so gut wie Diazepam. Solange die Dosis erhöhen bis entweder die Müdigkeit eine weitere Erhöhung nicht mehr zulässt oder der Alkohol dir völlig egal wird. Weiter viel Erfolg
Praxx
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jivaro
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Samstag 18. April 2015, 10:07 |
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Moderator |
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Registriert: Freitag 17. September 2010, 19:08 Beiträge: 1949 Wohnort: Giessen
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Liebe Mary, wie geht es Dir? Es ist unglaublich wichtig, dass Du jetzt GUT zu Dir bist. Zitat: Dann bin ich auch tatsächlich noch fast 2 Stunden bei Kaffee und Wasser geblieben und hab mich gefreut weil es so "aus Versehen" war Mach hier weiter!!! LG jivaro
_________________ "In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst." Marcus Aurelius
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MaryM.
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Dienstag 21. April 2015, 08:10 |
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Registriert: Mittwoch 4. Februar 2015, 13:56 Beiträge: 26
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Hallo, die Richtung stimmt wieder, wenn auch noch nicht perfekt und Geduld ist nicht meine starke Seite, aber hier wird ja immer GGG "gepredigt", also berichte ich Euch auch von kleinen Erfolgen . Vorgestern das erste Mal seit 1,5 Monaten endlich wieder komplett ohne Alk. Schön, Tatort und Süßigkeiten. Gestern habe ich nach dem Elternabend 2 Gläser Vino Verde (9%) getrunken und bin dann schlafen gegangen. Alles schon mal viel besser, als noch vor 2 Wochen ! LG Mary
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MaryM.
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Donnerstag 7. Mai 2015, 22:13 |
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Registriert: Mittwoch 4. Februar 2015, 13:56 Beiträge: 26
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Hallo, mal wieder eine kurze Meldung von mir (falls es hier irgend jemanden interessiert) ?!? Leberwerte sind alle wieder völlig OK und MTX auf 12,5 mg pro Woche reduziert. Leider hilft es kein bißchen gegen die Schmerzen. Bac habe ich heute auf 60 mg raufgesetzt und ich trinke meinen Wein immer noch aber später (ab 19 Uhr statt um 17 Uhr) aber von der 1 Flasche bin ich noch nicht wirklich weg............. Ich bleib dran, bin aber zutiefst frustriert. Aber nicht wegen Bac (daran glaube ich wirklich und merke es ja auch), sondern der Gesammtsituation. Täglich Schmerzen, nichts schaffen und immer Angst wegen unklaren Diagnose, bzw. der Frage ob es noch mal wieder besser wird, ist einfach nicht schön. So, das mußte mal raus, sorry fürs jammern. LG Mary
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moonriver
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Betreff des Beitrags: Re: Medizinische Frage Verfasst: Donnerstag 7. Mai 2015, 22:27 |
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Moderator |
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Registriert: Sonntag 13. Februar 2011, 17:49 Beiträge: 2608 Wohnort: Schweiz
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Hallo Mary MaryM. hat geschrieben: mal wieder eine kurze Meldung von mir (falls es hier irgend jemanden interessiert) ?!? Aber sicher wirst Du gelesen! MaryM. hat geschrieben: Bac habe ich heute auf 60 mg raufgesetzt und ich trinke meinen Wein immer noch aber später (ab 19 Uhr statt um 17 Uhr) aber von der 1 Flasche bin ich noch nicht wirklich weg............. Möchtest Du nicht mal eine höhere Dosis ins Auge fassen, so 75-100mg? Müsstest aber dann den Wein reduzieren, sonst kann es Probleme geben... Jedenfalls beamen mich die letzten 25mg des Abends so richtig weg in die Traumwelten. Da hat Alkohol überhaupt keinen Reiz oder Platz mehr... Schreibe ruhig im Forum, selbst wenn es zur "Klagemauer" für Dich wird... LG moonriver
_________________ „Geh nicht nur glatte Straßen, geh Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt, und nicht nur Staub!“ (Antoine de Saint-Exupéry)
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